Wer Luftfilter meidet, kann eine Online-Konferenz organisieren

Drei Luftfilter wurden von der Stadt geliefert, aber sie stehen im Keller, weil sie zu viel Strom verbrauchen. Derweil sitzen die Lehrer und Lehrerinnen dicht gedrängt im Lehrerzimmer und halten stundenlang Konferenz, weil der Direktor das Virus leugnet und auf Präsenz besteht. Ohne Abstand. Eine Kollegin muss ihr Kind aus der Kita holen, weil das Virus sich dort breit machte. Nein, sie darf sich nicht in Quarantäne begeben und von zu Hause an der Konferenz teilnehmen. So bringt sie das Kind mit und setzt sich zwischen die Kolleginnen und Kollegen. Vier Tage später liegt das positive Testergebnis vor und mehrere Kollegen und noch mehr Unterrichtsstunden fallen wieder wg. Krankheit aus.

„Geht’s noch?“ möchte man da rufen. Ja, geht. Eine Online-Konferenz gut zu gestalten ist möglich und manchmal gehen Online-Besprechungen sogar schneller als analoge voran. Nicht nur weil bei Zoom und Co immer nur eine:r reden kann.

Das wichtigste in Kürze zur Gestaltung einer guten Online-Besprechung:

  • passenden Raum und Hintergrund wählen
  • Störungen vermeiden
  • Arbeitsmaterialien bereit legen
  • Kommunikation in Gang setzen und halten
  • So wenig Technik wie möglich nutzen
  • Alle Teilnehmenden mit notwendiger Technik vertraut machen
  • Nichts essen und bei Bedarf ein wenig Trinken
  • Den Chat aktiv nutzen (lassen)
  • Protokoll erstellen
  • Auf die Ettikette auch im virtuellen Raum achten

 

Weiterführende Literatur für gute Online-Konferenzen

Christine Peyton / Andre Möller – Zoom. Die verständliche Anleitung – Rheinwerkverlag – Bonn 2020 – 19,90 €